Anbetung der Könige

Der biblische Bericht nach Matth. 2,1–12 spricht von den „Weisen aus dem Morgenland“. Es mögen persische Astrologen gewesen sein, unterwegs, um dem „Stern von Bethlehem“ auf die Spur zu kommen, und „sie fanden das Kind mit Maria, seiner Mutter, und sie fielen nieder und beteten es an“.
In späteren Berichten wurden aus den morgenländischen Sterndeutern nicht nur die „Heiligen Drei Könige“, deren Reliquien die katholische Kirche im Dom zu Köln verehrt, sondern sie erhielten auch Namen: der schwarze Kaspar, der jugendliche Melchior und der greise Balthasar. So sehen wir sie, deren Fest am 6. Januar (Epiphanias) gefeiert wird, im Bild unseres Altars, reich gekleidet und mit kostbaren Gaben für das Kind. Im späten Mittelalter ordnete man die Könige gern den drei damals bekannten Kontinenten zu: Europa, Asien und Afrika, also: alle Welt betet den Gottessohn an. – Die Anbetung der Könige ist hier nicht in einem Stall dargestellt, sondern in der Ruine eines Palastes. Vielleicht wollten die Maler des Mittelalters damit auf den alten Palast von König David hinweisen, um so Jesu Abstammung als „Davids Sohn" (Mt. 1,1) ins Bild zu bringen.


Anbetung der Könige

 



Beschneidung des Herrn
Die „Darbringung“ im Tempel