Der Ungläubige Thomas

Der ungläubige Thomas (12)

Die Szene spielt sich vor einem felsigen Hintergrund ab, außerhalb von Jerusalem. Es ist die Zeit nach der Auferstehung Jesu, aber noch vor seiner Himmelfahrt.
Jesus zeigt sich mehrfach seinen Jüngern und schenkt ihnen den Friedensgruß. Thomas, einer der Zwölf, kann den Berichten nicht glauben und legt sich darauf fest, dass er erst glauben werde, wenn er die Nägelmale sähe, seinen Finger in sie legte und seine Hand in die Seite Jesu, die ihm die Lanze bei der Kreuzigung geöffnet hatte.
In unserer Darstellung erscheint Jesus erneut. Neben ihm kniet Thomas und schaut ihn erwartungsvoll an. Denn Jesus hat seine rechte Hand ergriffen und führt sie vorsichtig an die noch blutende Wunde seiner Seite. Im Hintergrund ist Petrus zu sehen. Seine Geste mit der linken Hand scheint auszudrücken: „Da hast du es! Was haben wir dir gesagt!“
Jesus selbst entgegnet Thomas’ bekenntnishaften Worten: „Mein Herr und mein Gott!“ (Joh. 20, 28): „Weil du mich gesehen hast, Thomas, darum glaubst du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“
Insofern ist die letzte Randszene eine Mahnung an den Betrachter. Er ist zwar nicht Zeuge des Geschehens von vor nahezu 2000 Jahren, aber das Bild, das er sieht, erinnert ihn daran, dass der Glauben grundlegend ist, auch wenn man sich die Wirklichkeit Gottes kaum vorstellen kann.




Berufung des Petrus