Höllenfahrt Christi

Die Höllenfahrt Christi (7)

Diese Randszene verdeutlicht, was als erstes auf Jesu Tod am Kreuz folgt. In den Evangelien finden sich kaum Spuren des dargestellten Ereignisses, aber wir bekennen es jedes Mal im Glaubensbekenntnis: „Hinabgestiegen in das Reich des Todes.“ Die Vorstellung, dass Jesus nach seinem Tod am Kreuz und vor der Auferstehung am Ostermorgen in der Unterwelt weilte, wurde durch Erzählungen und Äußerungen der Kirchenväter genährt.
Unsere Szene zeigt Jesus, der sich auf einen Wanderstab stützt und sich dem weit geöffneten Rachen eines Ungeheuers nähert. Jesus ist an dem Wundmal seines vorgestellten Fußes zu erkennen. In dem mit dreieckigen Zähnen bewehrten Maul des Ungeheuers, dessen Nüstern und funkelnde Augen im oberen Bereich zu erahnen sind, befinden sich drei Personen. Durch ihre Nackheit und die Tatsache, dass sie im Höllenschlund, umgeben von Flammen, stecken, sind sie als Tote zu erkennen, die Jesus erlöst und damit wieder zum Leben erweckt. In den mittelalterlichen Erzählungen finden sich Hinweise darauf, dass zu den ersten Erlösten Adam und Eva gehören.




Propheten
Fischzug des Petrus