Salbung durch Maria Magdalena

Die Salbung durch Maria Magdalena (4)

Die Evangelien berichten, dass Jesus auf dem Weg zur Passion nach Betanien kommt, wo er Lazarus von den Toten auferweckt hatte. Maria und Marta, seine Schwestern, bereiten ein Mahl. In seinem Verlauf nimmt Maria „ein Pfund Salböl von unverfälschter Narde und salbt die Füße Jesu und trocknet mit ihrem Haar seine Füße“ (Joh. 12, 3) Als sich einer der Jünger über diese Verschwendung entrüstet, sagt Jesus: „Lass sie in Frieden! Es soll gelten für den Tag meines Begräbnisses. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit.“
Die Darstellung zeigt Jesus in der Mitte hinter einem gedeckten Tisch. Rechts und links sitzen zwei Personen, offensichtlich seine Jünger.



Das eigentliche Geschehen vollzieht sich fast im Verborgenen. Eine Frau, die dem Betrachter den Rücken zukehrt, kniet unter dem Tisch. Zu erkennen ist nur ihr langes Haar und eine erhobene Hand. Es wird nur deutlich, dass sie eine dienende Funktion ausübt, die sich auf die mittlere Person richtet, eben Jesus.
Die Salbung mit Öl ist ein Ritual, das in Verbindung mit der Heilung von Kranken, der Weihe von hohen Amtsträgern oder mit der Bestattung Verstorbener steht. Hier, bei der Kreuzigung, weist sie auf Jesu Tod voraus.




Tempelreinigung
Jesu Taufe im Jordan