Tempelreinigung

Die Tempelreinigung (3)

Die kleine Szene basiert auf dem Evangelium des Matthäus im 21. Kapitel: „Und Jesus ging in den Tempel hinein und trieb heraus alle Verkäufer und Käufer im Tempel und stieß die Tische der Geldwechsler um und die Stände der Taubenhändler und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: ‚Mein Haus soll ein Bethaus heißen’; ihr aber macht eine Räuberhöhle daraus.“
Im Evangelium folgt diese Begebenheit auf Jesu Einzug in Jerusalem und bildet somit den Auftakt zu seiner Passion. Hier steht sie in enger Verbindung zu seinem Tod am Kreuz.
Die Darstellung beschränkt sich auf vier Personen, wobei die linke untere die Hauptrolle spielt. Es ist Jesus, der seine Arme drohend schwingt und so eine Fluchtbewegung der drei anderen auslöst. Zwei von ihnen halten einen gut gefüllten Goldbeutel sichtbar in der Hand, der dritte trägt einen Sack auf seiner Schulter, in dem sich offensichtlich Artikel befinden, die er den Tempelbesuchern verkaufen wollte. Durch die deutliche Betonung der Geldbeutel wird erkennbar, dass die Gier der Menschen nach Reichtum nicht gottgefällig ist.




Vertreibung aus dem Paradies
Salbung durch Maria Magdalena