Exkursionen nach Jahren

Exkursion




Exkursion 2009
Unter dem Leitmotto „Kirchen und Altäre in Westfalen“ startete der Förderkreis am Mittwoch, den 7. Oktober zu seiner 10. Exkursion. In diesem Jahr standen nur Antwerpener Schnitzaltäre auf dem Programm. Unter fachlicher Anleitung von Dr. Ulrich Schäfer, Kunsthistoriker in Münster, haben die 23 Teilnehmer Kunstwerke aus der Schule Antwerpener Bildschnitzer und Tafelmaler des frühen 16. Jahrhunderts besichtigt. Am Vormittag ging es zunächst in die St. Josefskirche zu Dortmund-Kirchlinde und anschließend weiter ins malerische Schwerte zum großen Doppelflügelaltar in St. Victor. Nach ausgiebiger Mittagsrast führte der Weg weiter durchs wunderschöne Sauerland zur kleinen Ortschaft Affeln, die in ihrer Lombarduskirche einen prächtigen Schnitzaltar besitzt. Hier stellte sich vor allem die Frage, wie ein so großer Altar in eine so kleine Dorfkirche kommen konnte. Und wie das bei historischen Werken so ist, ranken sich Thesen und Legenden um diese Frage, sie führen vom norwegischen Bergen bis ins lettische Riga, und auch die Geschichte von den beiden Ochsen, die mit dem Altar auf ihrem Karren genau vor der Affelner Kirche anhielten und um keinen Preis weiter wollten, fehlt hier nicht.
Schöne Geschichten, die wir in Bielefeld leider nicht haben. Aber vergleichende Betrachtungen mit unserem Antwerpener Retabel in der Nicolaikirche zeigten einmal mehr, dass die in Expertenkreisen oft geäußerte Auffassung richtig ist: der Schnitzaltar in der Bielefelder Nicolaikirche gehört zum Besten, was Antwerpener Bildschnitzer und Tafelmaler im frühen 16. Jahrhundert geschaffen haben.

Fotos der Exkursion



Erläuterung zu den Fotos

Bild links: Vor der Lombarduskirche in Affeln

Bild rechts: Der Förderkreis am Altar von St. Victor in Schwerte

Exkursion des Jahres 2010


Die diesjährige Exkursion am Samstag, dem 18. September, hatte Herford zum Ziel. Unter der fachkundigen Führung von Prof. Heinrich Rüthing, Historiker an der Universität Bielefeld, besuchte eine Gruppe von ca. 30 Personen die Nachbarstadt Bielefelds, die bekanntlich etwa 400 Jahre älter als Bielefeld ist und von wo aus das Frauenkloster in Schildesche gegründet wurde, lange bevor Bielefeld existierte.
Neben der Stadtgeschichte Herfords galt das Hauptinteresse den Kirchen. Es wurden der Dom, die Pilgerkirche St. Jakobi, die Bürgerkirche St. Johannis in der Neustadt und schließlich St. Marien auf dem Stiftberg ausführlich besichtigt. Dabei kam die wechselvolle Konfessionsgeschichte Herfords mit dem zeitweilig gespannten Verhältnis zur reformierten Kirche zur Sprache, so dass die Eigenarten der jeweiligen Kirche und ihre entsprechende Ausstattung ins Bewusstsein traten.

Die Fotos zeigen die Gruppe links an der Stiftskirche, rechts in der Kirche St. Marien auf dem Stiftsberg.



Exkursion 2011


Riddagshausen – Königslutter – Marienthal

Die diesjährige Exkursion fand wiederum unter der bewährten Leitung von Herrn Prof. Dr. Rüthing statt und widmete sich der Architektur der Zisterzienser und den Grundsätzen ihrer Lebensgemeinschaft.
Ausgehend von einigen Artikeln der „carta caritatis“, dem Verfassungsdokument des Zisterzienserordens, in dem besonders die Einfachheit als Grundprinzip und ihre Umsetzung in den verschiedenen Lebensbereichen betont wurde, besuchte die etwa 25köpfige Gruppe die Klosterkirche Riddagshausen bei Braunschweig und fand in deren Architektur aus dem 12. Jahrhundert die Verwirklichung dieser Grundsätze. Dabei wurde auch das klösterliche Leben von „Brüdern“ und „Konversen“, den Laienbrüdern, deutlich.



Riddagshausen



Königslutter

Weiter ging es zum Kaiserdom in Königslutter, der im 12. Jahrhundert als Benediktiner-Abteikirche und Grablege für Kaiser Lothar (1075 – 1137, Kaiser des Übergangs von der Salier- zur Staufer-Dynastie), für seine Frau Richenza und den Schwiegersohn Heinrich den Stolzen, den Vater Heinrichs des Löwen, geschaffen wurde. Hier wurde besonders der Jagdfries, die äußere Dekoration der runden Hauptapsis, in Augenschein genommen und als Einfluß eines italienischen Baumeisters erklärt. Im Inneren des Doms läßt die Malerei aus dem 19. Jahrhundert die Vielfarbigkeit des Mittelalters wieder lebendig werden mit Bildern, die die Tageszeiten und die Elemente darstellen, sowie mit der dekorativen Gewölbemalerei und den Einzelheiten der Chorausschmückung.

Einen besonderen Höhepunkt bildete der Besuch des Kreuzgangs mit seinem übergroßen Reichtum an ornamentierten Säulen und Kapitellen.



Königslutter

 


Marienthal

Das dritte Ziel war das Zisterzienserkloster Marienthal in der Nähe von Helmstedt. Hier wurden noch einmal die Ordensprinzipien erkennbar, doch zeigt sich im Vergleich zur Schlichtheit von Riddagshausen durch die Ausmalung, die besondere Säulen- und Kapitell-Gestaltung eine deutliche Fortentwicklung. Im riesigen Refektorium der Konversen und an Exponaten im Skriptorium ließen sich konkrete Einsichten in die Bewirtschaftung und die Arbeit des Klosters gewinnen.

Marienthal



Helmstedt

Den Abschluß der Fahrt bildete der Rundgang um das „Juleum“ in Helmstedt, die ehemalige, auf dem Boden von Marienthal im 16. Jahrhundert entstandene und vorzüglich renovierte Universität. Die überreiche Dekoration durch zahlreiche Wächtergestalten an den Giebeln der Zwerchhäuser, die Allegorien der vier Fakultäten sowie der Artes Liberales und die vielfarbigen Wappen ist sehr beeindruckend und rief bei allen Teilnehmern Bewunderung für diesen Bau der Renaissance hervor.
Die Exkursion war dazu angetan, die Gegebenheiten des Mittelalters besser zu verstehen. Sie war in jeder Hinsicht ein bereicherndes Erlebnis.



Exkursion 2012

Bursfelde
Am 6. Oktober waren das Ziel die Klöster Bursfelde und Lippoldsberg, die Kirche Gottsbüren sowie die Krukenburg nahe Helmarshausen.

Kloster Bursfelde  Bursfelde - Westkirche  Bursfelde - Malerei 
Lippoldsberger Evangeliar (links) Die Krukenburg (rechts) 


Exkursion 2013


Die diesjährige Exkursion des Förderkreises fand am 10. Oktober mit 26 Teilnehmern statt.
Unter der Leitung der Kunsthistorikerin Frau Irmingard von Dreyse, selbst Mitglied des Förderkreises, wurde in Idensen (in der Nähe von Hannover) die Sigward-Kirche, in Wunstorf die Stiftskirche St. Cosmas und Damian und das ehemalige Frauenkloster und heutige Stift Mariensee besichtigt.

Idensen:     
Wunstorf     
Mariensee     


Exkursion 2014

Die diesjährige Exkursion ging nach Hildesheim, weil nach den Restaurationsarbeiten der Dom wieder für Besuche geöffnet war. Weitere Ziele in Hildesheim waren St. Godehard und die Michaelskirche.



Exkursion 2015

Im Kloster Dalheim besuchte die Gruppe, die diesmal außergewöhnlich zahlreich war, die Sonderausstellung "Die sieben Todsünden - 1700 Jahre zwischen Tugend und Laster".


Exkursion 2016 Weserbergland

Unter der Leitung von Ehepaar Hirschberg besuchte eine recht große Gruppe das Damenstift Obernkirchen, das Stift Fischbeck mit dem berühmten Wandteppich und das Kloster Möllenbeck.




Aushänge im Schaukasten der Kirche
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