Pfingstwunder

Aushang an der Kirche (Pfingsten 2013)

Das PfingstwunderPfingsten – die Bezeichnung kommt von πεντηκοστή ημέρα = pentekostē hēmera ‚fünfzigster Tag‘, denn das Fest wurde 50 Tage nach Ostern gefeiert – gilt als der Gründungs-Termin der Kirche.In der Apostelgeschichte wird erzählt, wie der Heilige Geist auf die ver-sammelten Jünger ausgegossen wird, so dass sie mit allen Sprachen der damaligen Welt begabt wurden. Das war die Voraussetzung zur Erfüllung ihrer Mission, allen Völkern das Evangelium zu bringen, d. h. die frohe Botschaft von der Erlösung durch den Heiland Jesus Christus.In unserem Altar veranschaulicht ein Tafelbild diese Geschichte: [2.825 KB]


Der Heilige Geist kommt in Gestalt einer Taube herab. Betrachtet man den Vogel in einer Vergrößerung, entdeckt man ein fast menschliches Gesicht.


Bezeichnend ist das strahlende Licht, das eine übernatürliche Erscheinung ausdrückt. Aus dieser Lichterschei-nung lösen sich feurige Zungen – so wird in der Bibel berichtet - , die sich auf die Anwesenden herabsenken.
Die Reaktion der Versammelten ist recht unterschiedlich.



Maria ist in ein Gebet versunken. Sie scheint zu verstehen, was vor sich geht. Durch den Geist, der von Gott dem Vater und seinem Sohn gleichermaßen ausgeht, wird eine Verbindung zwischen der irdischen und der göttlichen Welt geschaffen. Das war sicherlich tröstlich für alle, gerade aber für sie als Jesu Mutter. Ihre Züge sind entspannt, die überstandenen Schmerzen beim Kreuzestod ihres Sohnes sind einem friedlichen Ausdruck gewichen.
Bei den anderen wird im Gesichtsausdruck teils Entschlossenheit zur Übernahme der von Christus befohlenen Mission und Gehorsam sichtbar.



Für andere scheinen sich bei dem Erlebten Fragen zu ergeben, denen sie in Gedanken nachgehen. Mitunter drückt sich vielleicht auch leiser Zweifel aus. Einige lassen das Geschehen stumm auf sich wirken, während andere sich in einem leisen Zwiegespräch Gewissheit verschaffen.





Auf die Menschen in Jerusalem wirkte das Pfingstereignis auf unterschiedliche Weise. Die einen sahen in den Jüngern, die ihnen nun in ihren Sprachen von der Heilstat Gottes predigten, Betrunkene, denen der Wein die Zunge gelöst hatte.

Andere erinnerten sich aber gewiß auch an das Wort des Propheten Joel:
„Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da will ich ausgießen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Söhne und eure Töchter sollen weissagen, und eure Jünglinge sollen Gesichte sehen, und eure Alten sollen Träume haben; und auf meine Knechte und auf meine Mägde will ich in jenen Tagen von meinem Geist ausgießen, und sie sollen weissagen […] Und es soll geschehen: wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet werden.“

Die Jünger können erste Erfolge verbuchen. Ihr Aufruf zur Buße und zur Annahme der Taufe auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Sünden, um den heiligen Geist zu empfangen, wird gehört und befolgt. Die Apostelgeschichte berichtet von 3000 neuen Gliedern der Gemeinde.


Aushang 17.04.2014
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